SUPER LASHES legt sehr großen Wert auf Hygienie und die Sicherheit am Arbeitsplatz. Die Qualiät der Produkte haben einen großen Stellenwert.

SUPER LASHES hat einen Hautschutz-und Händehygieneplan erstellt.

SUPER LASHES kann eine Gefährdungsbeurteilung sowie Sicherheitsdatenblätter der entsprechenden Produkte nachweisen.

Das Applikationsbesteck (Pinzetten) werden vor und nach jeder Anwendung mit aldehydfreien Desinfektionsmitteln gereinigt. Zudem werden Handschuhe getragen.

Kosmetikrecht: EU-weites Recht gibt Sicherheit

Viele kosmetische Produkte kommen tagtäglich in Kontakt mit Haut und Schleimhaut. Sicherheit für die Konsumenten ist daher oberstes Gebot. Strenge Gesetze kontrollieren den gesamten Produktionsprozess, von der Auswahl der Rohstoffe bis zum fertigen Kosmetikprodukt.

Das Kosmetikrecht ist ein dynamisches Recht. Neue Erkenntnisse aus der Forschung fließen kontinuierlich in die Gesetzgebung ein. In Österreich ist die Kosmetikverordnung im Lebensmittelgesetz verankert. Diese Gleichstellung mit Lebensmitteln macht deutlich, wie streng rechtliche Bestimmungen und Kontrollen im Kosmetikbereich sind.

Die nationalen Bestimmungen sind durch die EU-Kosmetikverordnung, die mit 11. Juli 2013 vollständig in Kraft tritt, geregelt. Konsumenten können somit innerhalb der EU sicher sein, dass ihre Kosmetikprodukte den gleichen Qualitätsanforderungen unterliegen, dass die Produkte nach den gleichen Regeln hergestellt, dokumentiert und kontrolliert werden – egal ob sie in Österreich, Portugal oder Großbritannien sind.

 

Die EU-Kosmetikrichtlinien existieren seit 1976. Sie regeln die Kennzeichnung von kosmetischen Produkten, ihre Inhaltsstoffe, die Sicherheitsbewertung sowie die Produktinformationen und Nachweise, die Hersteller erbringen müssen. Die Kosmetikrichtlinien bestehen aus dem Grundtext und technischen Anhängen. Der Grundtext wird nach Abstimmung von EU-Rat und EU-Parlament in den Änderungsrichtlinien aktualisiert. Die technischen Anhänge werden von der EU-Kommission laufend an den Stand der Wissenschaft angepasst.

Was ist ein Kosmetikprodukt?

Den EU-Kosmetikrichtlinien unterliegen folgende Produkte: „Stoffe oder Zubereitungen – die äußerlich mit verschiedenen Teilen des menschlichen Körpers (Haut, Behaarungssystem, Nägel, Lippen und intime Regionen) oder mit den Zähnen, Schleimhäuten, der Mundhöhle in Berührung kommen und zwar zum ausschließlichen oder überwiegenden Zweck, zu reinigen, zu parfümieren, ihr Aussehen zu verändern, den Körpergeruch zu beeinflussen und/oder sie zu schützen oder in gutem Zustand zu halten.”

Die Abgrenzung zu anderen Produkten, wie Arzneimitteln oder Bioziden, ist damit klar geregelt. Kosmetische Produkte reinigen, pflegen, verschönern und halten gesund. Im Gegensatz zu medizinischen Produkten heilen und behandeln sie keine Krankheiten, und sie zerstören keine Schadorganismen wie beispielsweise Biozide.

SCCS: Unabhängige Toxikologen sorgen für die laufende technische Anpassung

Input für technische Anpassungen kommt vom wissenschaftlichen Beratungskomitee der EU, dem Scientific Committee on Consumer Safety, kurz SCCS. Die unabhängigen Toxikologen des Beratungskomitees werden von der EU-Kommission auf Grund ihrer medizinisch-technischen Qualifikation nominiert. Sie arbeiten im Auftrag der Kommission. Auch aktuelle Studien, negative Medienberichte und Konsumentenanfragen können Anlass für eine Neubewertung kosmetischer Inhaltsstoffe sein. Die Toxikologen sind nicht nur unabhängig, sondern haften auch für ihre Bewertungen.

Das ist in den Kosmetikrichtlinien geregelt

Bei allen Produkten muss, bevor sie auf den Markt kommen, eine Sicherheitsbewertung durch unabhängige Toxikologen erstellt werden. Kosmetikprodukte müssen sicher und toxikologisch unbedenklich sein. Deshalb unterziehen unabhängige Gutachter jedes Produkt einer Individualprüfung.


Alle Kosmetikhersteller sind verpflichtet, sogenannte Produktdossiers bereit zu halten. Diese geben Auskunft über

  • die genaue Zusammensetzung des Kosmetikprodukts
  • seine Ausgangsstoffe
  • die Methode der Herstellung
  • die Sicherheitsbewertung des Produktes sowie Name, Adresse und Qualifikation des Gutachters
  • beobachtete unerwünschte Effekte des Produktes
  • Art und Zahl der Konsumentenreklamationen
  • Nachweis der Wirksamkeit: Damit können die Konsumenten sicher sein, dass die kosmetischen Produkte halten, was sie versprechen. Der Nachweis ist bei allen Produktangaben erforderlich, die über den Grundnutzen des Produktes hinausgeht.

 

Die Sicherheitsbewertung von Kosmetikprodukten ist in der EU-Kosmetikverordnung klar geregelt. Der Sicherheitsbericht setzt sich aus den Sicherheitsinformationen und der Sicherheitsbewertung zusammen. Auch der Zugang zu Produktangaben (Produktinformationsdatei) für die Behörden ist klar definiert. Die Verordnung sieht vor, dass Informationen zur verantwortlichen Person leicht zugänglich gemacht werden müssen. Sind mehrere Adressen angeführt, muss die Adresse der verantwortlichen Person, bei der die Produktinformationsdatei von der Behörde geprüft werden kann, hervorgehoben werden. Diese Adresse ist üblicherweise unterstrichen. 

Kennzeichnung von Kosmetikprodukten

Alle Produkte, die am oder nach dem 11. Juli 2013 auf dem Markt bereitgestellt werden (einschließlich derjenigen, die sich bereits in den Regalen befinden), müssen der neuen Verordnung entsprechen. Unternehmen wenden die Kennzeichnungsregelungen der Verordnung jedoch bereits freiwillig seit einigen Jahren an, da die neue Verordnung nur wenige neue Kennzeichnungselemente vorschreibt und schon lange bekannt sind.

 

Die Kennzeichnungselemente im Überblick

  • Name oder Firma und Anschrift der verantwortlichen Person.
  • Ursprungsland für kosmetische Mittel, die in die EU importiert werden
  • Nenninhalt zur Zeit der Abfüllung, als Gewichts- oder Volumenangabe. Ausnahmen: Großpackungen mit mehreren Stücken: ggf. nur Angabe der Stückzahl, wenn die Gewichts- und Volumenangabe nicht von Bedeutung ist; Packungen, die weniger als 5 g / 5 ml enthalten, Gratisproben und Einmalpackungen.
  • Bei einer Haltbarkeit unter 30 Monaten: Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem Sanduhr-Symbol vor dem Datum oder den Worten „Mindestens haltbar bis“.
  • Haltbarkeit über 30 Monate: Für solche Erzeugnisse ist anzugeben, wie lange das Mittel nach dem Öffnen sicher ist und ohne Schaden für den Verbraucher verwendet werden kann. Diese Information wird durch das Tiegel-Symbol, gefolgt von dem Zeitraum (üblicherweise in Monaten „x M“) angegeben.
  • Vorsichtsmaßnahmen für den Gebrauch, mindestens die vorgeschriebenen Angaben gemäß den Anhängen III-VI.
  • Chargennummer oder das Zeichen, das eine Identifizierung des kosmetischen Mittels ermöglicht. Wenn dies wegen der geringen Abmessungen der kosmetischen Mittel nicht möglich ist, brauchen diese Angaben nur auf der Verpackung zu stehen.
  • Verwendungszweck des kosmetischen Mittels, sofern sich dieser nicht aus der Aufmachung ergibt.
  • Liste der Bestandteile (INCI). Diese Angaben brauchen nur auf der Verpackung zu erscheinen. Liste trägt die Überschrift „Ingredients“.

Nanotechnologie und Kosmetika

In kosmetischen Mitteln kommen in Österreich hauptsächlich zwei Stoffe zum Einsatz, die als Nanopartikel bezeichnet werden. Die Nanopigmente von Titandioxid und Zinkoxid filtern die UV-Strahlen besonders wirksam und leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Sonnenbrand, vor Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung. Sie sind auch dafür verantwortlich, dass sich Sonnenschutzmittel auf der Haut besonders leicht verteilen lassen. Die meisten Menschen vertragen diese Nanopigmente sehr gut. Sie sind gerade für empfindliche Kinderhaut ideal geeignet. Für diese Stoffe liegt ein umfassendes Datenmaterial vor, das die sichere Anwendung in kosmetischen Mitteln belegt.


Ab dem 11. Juli 2013 werden kosmetische Mittel, die Nanostoffe enthalten, besonders gekennzeichnet. Auf der Verpackung und dem Produkt sind alle Bestandteile in der Form von Nanomaterialien angeführt. Nach dem Namen befindet sich das Wort „Nano“ in Klammern, beispielsweise Titanium Dioxide (Nano). Die Kosmetikindustrie ist damit die erste Branche, die den Verbraucher auf den Produktverpackungen über enthaltene Nanopartikel informiert.

EU-weites Verbot für Tierversuche

Für kosmetische Fertigprodukte sind in der EU Tierversuche seit 2004 verboten, in Österreich bereits seit 1999. Seit März 2009 gilt das Vermarktungsverbot auch für Kosmetik-Inhaltsstoffe.

 

Am 11. März 2013 endete die Übergangsfrist, die bei der Bewertung von Inhaltsstoffen für drei Sicherheitsaspekte, so genannte Endpunkte, einen Tierversuch noch zuließ.

 

Die Kosmetik-Industrie in Österreich setzt sich seit Jahren aktiv mit diesem Thema auseinander und engagiert sich intensiv dafür, dass alternative Testmethoden vom Gesetzgeber anerkannt werden.

 

Das Vermarktungsverbot für Kosmetikprodukte in der EU, deren Inhaltsstoffe zur Absicherung im Tierversuch getestet werden, lässt aus Sicht der österreichischen Kosmetik-Industrie zwei wichtige Aspekte außer Acht. Für wichtige Sicherheitsfragen in der Kosmetik gibt es derzeit keine alternativen Testmethoden. Die Markenkosmetik-Hersteller investierten in den letzten 15 Jahren viele Millionen Euro in die Überprüfung von Kosmetikprodukten, damit kosmetische Produkte für die Anwender verträglich, sicher und unbedenklich sind. Alternativmethoden sind günstiger und schneller. Ziel ist es, die Forschung weiter voran zu bringen, um Tierversuche in diesem Bereich vollständig zu ersetzen. Dafür bedarf es weiterer Forschung, bis alle Sicherheitsfragen durch alternative Testmethoden beantwortet werden können.

 

Und: Das Vermarktungsverbot in Europa bringt für den globalen Tierschutz keinerlei Fortschritt. Schon vor dem Verbot im Jahr 2009 lag der Anteil der Tiere an Tierversuchen in Europa bei 0,0125 Prozent und wurde durch die Entwicklung von Alternativmethoden in den vergangenen Jahren weiter reduziert. Außerdem werden durch das Verbot in Europa gesetzlich vorgeschriebene und durchgeführte Tierversuche an Inhaltsstoffen in Drittländern nicht verhindert.

 

Kosmetikprodukte in Österreich sind und bleiben sicher. Die Hersteller setzen auch weiterhin nur Inhaltsstoffe ein, die nach den strengen rechtlichen Kriterien abgesichert wurden. In Österreich ist die Kosmetikverordnung im Lebensmittelrecht verankert und obliegt somit dem Gesundheitsministerium. 

Alle Rohstoffe unterliegen dem Chemikalienrecht, egal ob sie später in der Medizin oder der Kosmetik oder für andere Zwecke eingesetzt werden. Dabei spielt keine Rolle, ob sie natürlichen Ursprungs sind oder synthetisch hergestellt wurden. Ob neue Wirkstoffe für Menschen unbedenklich sind, muss vor der Verwendung toxikologisch überprüft werden. In der Regel führen die Rohstoffhersteller diese vorgeschriebene Sicherheitsüberprüfungen durch. Die dabei gewonnenen Daten werden für alle späteren Verwendungszwecke genutzt.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des IKW.

Duftstoffe: Deklaration hilft Allergikern

In der EU-Kosmetikverordnung sind 26 Duftstoffe extra gekennzeichnet. Nach einer Bewertung des SCCS können diese 26 Duftstoffe bei Duftstoffallergikern eine allergische Reaktion auslösen. Dank der aufgeschlüsselten Kennzeichnung der einzelnen Parfumstoffe müssen auch Duftstoffallergiker nicht auf einen Duft verzichten. Oft ist die allergische Reaktion nur auf einen einzelnen Duftstoff zurückzuführen - dieser kann mit Hilfe des Allergieausweises und der INCI-Deklaration vermieden werden. Übrigens: Weniger als ein Prozent aller allergischen Reaktionen werden durch Duftstoffe ausgelöst.

Werbeaussagen zu Kosmetika

Die Verordnung sieht vor, die Anforderungen an Werbeaussagen für Kosmetika durch gemeinsame Kriterien EU-weit zu präzisieren. Die Europäische Kommission hat in Abstimmung mit den Mitgliedsstaaten daher eine ergänzende Verordnung erarbeitet. Diese enthält insbesondere folgende Kriterien, die bei der Werbung eingehalten werden müssen: Wahrheitstreue, Belegbarkeit, Redlichkeit und Lauterkeit.

 

Bereits bisher galt: Werbeaussagen zu kosmetischen Produkten dürfen den Verbraucher nicht in die Irre führen und müssen belegbar sein. Eine werbliche Aussage zu einem kosmetischen Produkte oder einer bestimmten Wirkung ist nur dann zulässig, wenn diese nachweisbar ist. Dieses Irreführungsverbot ist im österreichischen Lebensmittelrecht gesetzlich verankert.  

Quelle: http://www.kosmetik-transparent.at/wissen/kosmetikrecht/

 

Kosmetische Zubereitung: Was ist drin in Kosmetika?

 
 
 

Die wichtigsten Bestandteile aller kosmetischen Produkte sind Wasser und Lipide. Je nach ihrem Anteil ist die Zubereitung eher wässrig oder ölig. Man unterscheidet:

 

  • wässrige Lösungen
  • wässrige Gele
  • Öl in Wasser-Emulsionen
  • Wasser in Öl-Emulsionen
  • Ölige Gele
  • Öle
  • Alkoholische Lösungen


Der Einsatz der unterschiedlichen Zubereitungen hängt von der erwünschten Wirkung ab. Im Gegensatz zur fettigen Haut braucht trockene Haut beispielsweise vorwiegend Lipide, damit sie geschmeidig wird. Im Sommer braucht die Haut viel Feuchtigkeit, im Winter Fettanteile zum Schutz vor der Kälte. Neben diesen Grundbausteinen bestehen kosmetische Produkte aus Inhaltsstoffen, die reinigen und pflegen, für Vitalität, Festigkeit und Feuchtigkeit sorgen.

Die INCI-Liste macht Inhaltsstoffe transparent

Alle Inhaltsstoffe müssen auf der Verpackung sowie am Produktbehälter selbst deklariert werden. Ist der nötige Platz nicht vorhanden, dann werden die Informationen auf einem Beipackzettel angegeben. Ist eine Hautunverträglichkeit gegen einen kosmetischen Inhaltsstoff bekannt, dann können Produkte, die diesen Stoff beinhalten, identifiziert und gemieden werden. Die Kennzeichnung erfolgt nach dem EU-weit einheitlichen System der International Nomenclature of Cosmetic Ingredients, kurz INCI genannt. Die Inhaltsstoffe sind nach Gewicht in abnehmender Reihenfolge aufgelistet. Inhaltsstoffe, die weniger als ein Prozent Anteil am Produkt haben, können am Ende der Liste in beliebiger Reihenfolge angegeben werden.

 

Die INCI-Kennzeichnung gilt für alle vorhandenen Inhaltsstoffe im Produkt und setzt sich aus einer chemischen Fachbezeichnung sowie lateinischen Pflanzennamen zusammen. Die Liste wächst ständig weiter und ist auch Online abrufbar. 

 

Diese Form der Kennzeichnung ist bei Verbraucherprodukten einzigartig und wird heute weltweit eingesetzt. Die CTFA (Chemistry, Toiletry and Fragrance Association, heute: Personal Care Products Council) gibt eine INCI-ähnliche Kennzeichnung für die USA, Kanada, Australien und Asien vor. 

Welche Inhaltsstoffe dürfen verwendet werden?

In der EU-Kosmetikrichtlinie beziehungsweise ihren technischen Anhängen sind die Inhaltsstoffe von kosmetischen Produkten geregelt. Hier sind alle Stoffe aufgelistet,

  • die nur unter bestimmten Bedingungen (Beschränkungen) in kosmetischen Mitteln enthalten sein dürfen,
  • die in kosmetischen Mitteln nicht enthalten sein dürfen, also verboten sind,
  • die als Farbstoffe zugelassen sind,
  • die zur Konservierung eingesetzt werden dürfen und
  • die als UV-Filter zulässig sind.


Zuständig für die technischen Anhänge sind die EU-Kommission und die unabhängigen Toxikologen des wissenschaftlichen Beratungskomitees SCCP.

Die wichtigsten Inhaltstoffe auf einen Blick

1. Konservierungsmittel
Sie verhindern nachhaltig Wachstum und Vermehrung von Pilzen, Bakterien oder Hefen. Auf Konservierungsmittel zu verzichten kann für die Anwender riskant werden. Der Grund: Kosmetika enthalten meist Inhaltsstoffe wie etwa Wasser, die Mikroorganismen als Nährboden dienen. Ohne Konservierungsmittel können Kosmetikprodukte rasch verderben. Hautirritationen oder sogar eine Schädigung der Haut sind mögliche Folgen. Ob und wie viel Konservierungsmittel notwendig ist, hängt von der Formulierung des Produktes ab. Stark wasserhaltige Emulsionen benötigen mehr Schutz als fettreiche Cremen oder Pflegeöle. Produkte in Spendern und Tuben kommen mit weniger Konservierungsmitteln aus als Cremen in Tiegeln. Denn ihr Inhalt kommt weniger mit Keimen in Berührung. Produkte mit hohem Alkoholanteil brauchen dagegen gar keine Konservierung. Derzeit sind 55 synthetische und sogenannte natürliche Zusatzstoffe, wie Alkohole, Salicylsäure oder ätherische Öle zur Konservierung zugelassen. Natürliche und synthetische Konservierungsstoffe weisen keinen Unterschied in der Verträglichkeit auf.

 

2. Duftstoffe
Duftstoffe wirken sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Je nach Zusammensetzung haben sie eine beruhigende, anregende oder erotisierende Wirkung. Die Kreation einer Duftnote ist eine eigene Kunst und Wissenschaft, gibt es doch über 2.000 Duftstoffe. Eine Parfumkomposition besteht aus rund 30 bis 50, im Einzelfall bis zu 200 Grundstoffen. Dabei werden natürliche und synthetisch hergestellte Duftstoffe eingesetzt.

 

In der INCI-Deklaration waren die Duftkompositionen ursprünglich mit dem Sammelbegriff „Parfum“ gekennzeichnet. Aufgrund der 7. Änderungsrichtlinie müssen 26 Duftstoffe – die häufiger im Zusammenhang mit allergischen Reaktionen stehen - extra gekennzeichnet werden. Dank der aufgeschlüsselten Kennzeichnung der einzelnen Parfumstoffe müssen auch Duftstoffallergiker nicht auf einen Duft verzichten.
Übrigens: Nur ein bis zwei Prozent der Menschen leiden an einer Duftstoffallergie.

 

3. Farbstoffe
Farbstoffe werden vor allem wegen der Ästhetik eingesetzt. Ihre Einsatzkonzentrationen im Produkt liegen meist im Bereich von 0,0001 – 0,01 %. Es dürfen nur bestimmte Farbstoffe eingesetzt werden. Diese sind in der Regel mit den auch für Lebensmittel zugelassenen Farbstoffen identisch. Farbstoffe sind auf Kosmetikprodukten meist mit ihrer Colour Index-Nummer, kurz CI-Nummer, gekennzeichnet.

 

4. Emulgatoren
Damit Öl und Wasser sich nicht abstoßen, benötigten alle Emulsionen für ihre Stabilität einen Emulgator. Der Emulgator ist an der Grenzfläche zwischen beiden Flüssigkeiten angeordnet und hat sowohl einen polaren als auch einen unpolaren Molekülteil. Die polaren Enden der Emulgatormoleküle heften sich an das Wasser, die unpolaren Enden an die Ölmoleküle. Durch dieses „Andocken“ setzen Emulgatoren die Grenzflächenspannung zwischen der Öl- und der Wasserphase herab und stabilisieren so die Emulsion.

 

Oft werden den Emulgatoren noch Stabilisatoren zugesetzt. Diese umhüllen die emulgierten Tröpfchen mit einem „Schutzfilm“ und sorgen für starken Zusammenhalt. Stabilisatoren sind beispielsweise Stärke, Dextrine, Pektine oder Eiweißstoffe.

 

5. Lichtschutzmittel
Sonnenbaden ohne geeigneten Sonnenschutz ist heute undenkbar. So gut uns die Sonne tut. Zu viel Sonnenbestrahlung schadet. Schutz bieten Sonnenschutzmittel. Auch viele Gesichtscremen gibt es heute schon mit einem leichten Sonnenschutz.

 

Die Kosmetik kennt zwei unterschiedliche Klassen von Lichtschutzstoffen, um die Haut vor der Sonne zu schützen. Zu den primären Lichtschutzstoffen gehören UV-Filter und Pigmente. UV-Filter absorbieren die UV-Strahlung auf der Hautoberfläche oder in der Hornschicht, Pigmente reflektieren sie. Antioxidantien sind sekundäre Lichtschutzstoffe. Diese unterbrechen die photochemische Reaktionskette, die nach dem Eindringen der UV-Strahlung in der Haut ausgelöst wird. Sie schützen vor Hautrötung, Hautalterung und wahrscheinlich auch vor Hautkrebs. In modernen Sonnenschutzmitteln wird meist eine Kombination aus primären und sekundären Lichtschutzstoffen eingesetzt.

 

5.1. UV-Filter
Die meisten Sonnenschutzmittel enthalten UVA/UVB-Breitbandfilter. Diese absorbieren bedeutende Anteile der UV-Strahlung, wandeln sie um und schützen so die Haut vor einer zu hohen Dosis. UVA-Filter schützen vor langfristigen Schäden, UVB-Filter vor Sonnenbrand. Der UVB-Schutz wird durch den Lichtschutzfaktor beschrieben. Dieser Faktor gibt an, um wie viele Male die Eigenschutzzeit der Haut verlängert wird. Zur Bestimmung des Schutzfaktors dient in ganz Europa die so genannte COLIPA-Methode.

 

In kosmetischen Produkten liegen die UV-Filter in gelöster Form vor. Nach dem Auftragen bilden sie auf der Haut und in deren Hornschicht eine unsichtbare Schutzschicht. UV-Filter werden regelmäßig vom wissenschaftlichen Beratungskomitee der EU-Kommission überprüft. Diese Bewertungen bilden die Basis für die Liste der zugelassenen UV-Filter in der EU-Kosmetikverordnung.

 

5.2. Pigmente
Die wichtigsten Pigmente, die in Sonnenschutzmitteln eingesetzt werden, sind Titandioxid und Zinkoxid. Die feinen Partikel decken die Hautoberfläche ab. Sie reflektieren UV-Strahlung aber auch sichtbares Licht. Das bewirkt eine starke Eigenfärbung vieler pigmenthaltiger Präparate. Sind die Pigmente großkörnig, so beeinträchtigt der hohe Feststoffgehalt zudem Anwendung und Hautgefühl. Die Lösung liegt in der Verwendung feiner Mikropigmente, oft auch in Kombination mit UV-Filtern.

Weiterführende Literatur / Links

Kosmetik. Entwicklung, Herstellung und Anwendung kosmetischer Mittel. 3., erweiterte Auflage, Hrsg. Umbach Wilfried. Wiley-VCH, Düsseldorf 2004

 

Chemie Biologie. Basiswissen, Arbeitsmaterial. Körperpflegemittel, Hrsg. Huber Birgit. Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2003

 

I Make! arbeitet unter hygenischen Bestimmungen und verfügt unter anderem bei den Gefahrenstoffen der Kleber ein Sicherheitsdatenblatt.

 


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